Die Ausstellung „DANKE FÜRs KOMMEN“ in der Neuen Galerie am Innsbrucker Hauptbanhhof (Mai bis Dezember 2019) mit Schauplätzen an den Bahnhöfen Wörgl, Telfs und Imst, stellte Wanderarbeit, Gastarbeit und Arbeitsmigration in den Fokus. Die Geschichte der Österreichische Bundesbahnen - ÖBB ist mit diesen Themen eng verwoben und nahm einen wesentlichen Platz in der Ausstellung ein:  Im 19. Jahrhundert errichteten vor allem Arbeiter aus dem Trentino als sogenannte „Aisenpionieri“ den Großteil der Bahnlinien in Tirol und Vorarlberg.
In den 1960er Jahren folgten zahlreiche Arbeitskräfte aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien dem Ruf österreichischer Unternehmen, um als „Gastarbeiter“ hier zu arbeiten. Und auch heute ist der große Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften ein wichtiges  Thema, so haben im Tiroler Tourismus laut Wirtschaftskammer 56% der ArbeitnehmerInnen eine ausländische Staatsbürgerschaft und sichern den Tourismusstandort Tirol.  Auch in der Landwirtschaft kommen, laut Einschätzungen der Gewerkschaft, 90% der saisonalen Arbeitskräfte in der Erntearbeit aus dem Ausland. Die Sezonieri-Kampagne des Österreichischen Gewerkschaftsbundes ÖGB macht auf ihre prekären Arbeits-und Lebensbedingungen in Tirol aufmerksam.

Die Ausstellung wurde vom ZeMiT konzipiert und von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und kulturimpulstirol finanziert.  Werke des Tiroler Künstlers und Karikaturisten Christian Yeti Beirer illustrieren Erinnerungen von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Umrahmt wurde die Ausstellung von zahlreichen Führungen und Stadtspaziergängen auf den Spuren der Migration am Hauptbahnhof.